Die klimagerechte Welt
Die Folgen der globalen Erwärmung bedrohen alle. Doch besonders schlimm wird es die ärmsten Länder treffen. Sie können sich teure Anpassungsmaßnahmen nicht leisten – und emittieren selbst kaum Treibhausgase. Deshalb sind die reichen Länder am Zug: Sie müssen ihren Technologievorsprung zur Reduzierung der eigenen Emissionen nutzen. Und den Armen beim Aufbau einer klimaverträglichen Infrastruktur helfen. Das Ziel: „Klimagerechtigkeit“. Damit wir das 2-Grad-Ziel schaffen, darf jeder Erdenbürger im Jahr 2050 nur noch 1,3 Tonnen CO2 pro Kopf produzieren. Zum Vergleich:
Der Ausstoß an Klimagasen ist extrem ungleich verteilt: Die USA emittieren 5,9 Milliarden Tonnen CO2 jährlich, etwa 20 Tonnen pro Person. Dagegen stößt ganz Afrika südlich der Sahara zehnmal weniger aus – mit doppelt so vielen Menschen. Als größter CO2-Emittent wird China die USA bald überholen. Aber: Pro Kopf verursacht ein Chinese noch immer sechsmal weniger CO2 als ein USAmerikaner und dreimal weniger als ein EU-Bürger.
Aus: So retten wir das Klima - von Wolfgang Hassenstein und Carsten Raffel (Illustrationen), greenpeace magazin 6.07, S. 77 ff
Veröffentlichung auf ökofieber mit freundlicher Genehmigung von Greenpeace e.V.




