Klimafreundlich unterwegs
Nirgends sonst klaffen die individuellen CO2-Bilanzen so weit auseinander wie bei der Mobilität. Die einen fahren dicke Geländewagen, die anderen nehmen den Bus. Die einen jetten im Urlaub um die Welt, die anderen gehen lieber wandern. Doch nicht nur die Unterschiede im Verhalten sind riesig, sondern auch die Sparpotenziale!
Wenn Sie Ihr Auto stehen lassen und mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren, ersparen Sie der Atmosphäre pro Jahr eine halbe Tonne CO2. Das ist fünfmal mehr, als ein Äthiopier jährlich an Treibhausgas-Emissionen verursacht.
Nutzen Sie öfter öffentliche Verkehrsmittel! Beim Verbrauch schneiden Bus und Bahn im Vergleich zum Pkw dreimal besser ab. Am effizientesten sind U- und S-Bahnen – und sie werden noch sauberer, wenn sie in Zukunft mit Ökostrom betrieben werden!
Öfter mal zu Fuß gehen! Wer läuft, schont das Klima und bleibt gesund. Erobern Sie die Städte zurück – per pedes!
Nur fliegen, wenn’s nicht anders geht! Suchen Sie nach Alternativen zum Klimakiller Nummer eins: Telefon- und Videokonferenzen; eine lange statt mehrere kurze Fernreisen. Und auf kurzen Strecken, auch in die Nachbarländer, ist die Bahn nicht nur viel klimafreundlicher, sondern auch schnell.
Schrumpf ’ dein Auto! Beim nächsten Autokauf gibt’s nur noch ein Kriterium: Wie viel verbraucht es? 4-Liter-Autos gibt’s schon zu kaufen, 2-Liter-Autos sind möglich. Sorgen Sie dafür, dass Riesen-Limousinen, Luxus-Geländewagen und andere Spritschlucker ihren Besitzern schnellstmöglich so peinlich werden, dass sie sie in der Garage stehen lassen!
Fahren Sie Rad! Es braucht kaum Platz und keinen Sprit, ist leise, sauber und hält fit! Also: Fahren Sie möglichst oft mit dem guten, alten Fahrrad zur Arbeit, zum Einkaufen und vielleicht sogar in Urlaub! Oder noch besser: Kaufen Sie sich ein neues. Noch nie waren gute Räder so leicht und komfortabel wie heute!
Aus: So retten wir das Klima - von Wolfgang Hassenstein und Carsten Raffel (Illustrationen), greenpeace magazin 6.07, S. 77 ff
Veröffentlichung auf ökofieber mit freundlicher Genehmigung von Greenpeace e.V.




