Gute Heiztechnik
Moderne Häuser heizen sich fast von alleine – die besten sind so gut isoliert, dass Sonnenlicht und Körperwärme der Bewohner ausreichen, um ein angenehmes Raumklima zu schaffen. Und falls es draußen doch mal richtig kalt ist, helfen
alternative Heizsysteme aus. CO2-Emissionen: Null. Auch bei Altbauten zahlen sich Investitionen in effiziente Geräte schnell aus.
„Der Heizbedarf kann durch Isolierung und effiziente Lüftung auf ein Zehntel gesenkt werden. In Europa wurden in den letzten zehn Jahren Tausende dieser super-effizienten Häuser gebaut. Sie sind kein Zukunftstraum, sondern Alltag.“
Quelle: Greenpeace-Report Energy (R)evolution
Sonnenlicht und Körperwärme reichen in sogenannten Passivhäusern aus, um einen Großteil der Wärme zu gewinnen. Damit dies klappt, müssen sie sehr gut isoliert und die großen Fenster nach Süden ausgerichtet sein.
Holzheizungen sind mit Lagerfeuern nicht zu vergleichen. Moderne Anlagen verbrennen Holzpellets oder –hackschnitzel vollautomatisch und heizen über einen Wasserkreislauf das ganze Haus. CO2-neutral – sofern das Holz aus nachhaltiger Waldwirtschaft stammt.
Sonnenkollektoren können nicht nur das Brauchwasser erwärmen. In gut gedämmten Häusern versorgen Solarthermie-Anlagen im Frühjahr und Herbst das Haus mit Wärme und unterstützen auch im Winter den Heizkessel.
Biogas kann nicht nur in speziellen Anlagen genutzt, sondern auch ins bestehende Gasnetz eingespeist werden. In kleinen Blockheizkraftwerken verbrannt, produziert es Strom und Heizwärme zugleich.
Erdwärme liefert auf unterschiedliche Weise Heizenergie: So verfügen schon Hunderttausende Häuser über oberflächennahe Erdwärmesonden oder -kollektoren (die dafür nötigen Wärmepumpen sollten nur mit Ökostrom betrieben werden). Geothermie-Kraftwerke, die Wärme aus größeren Tiefen nutzbar machen, erzeugen zugleich Strom und Nahwärme.
Weiter zu: Der Vorort der Zukunft
Aus: So retten wir das Klima - von Wolfgang Hassenstein und Carsten Raffel (Illustrationen), greenpeace magazin 6.07, S. 77 ff
Veröffentlichung auf ökofieber mit freundlicher Genehmigung von Greenpeace e.V.




