Die Stadt der Zukunft
Die Innenstädte werden in der vernetzten Welt von morgen Strom und Wärme nicht nur verbrauchen, sondern zugleich erzeugen. Zum Beispiel eignen sich die Dächer und Fassaden öffentlicher Gebäude bestens, um Sonnenkraft zu ernten. Und auch bei Altbauten wird „Niedrigenergie“ zum Standard: Weil die Gebäudesanierung zum Erreichen der Klimaschutzziele entscheidend ist, müssen die Regierungen strenge Auflagen und ehrgeizige Förderprogramme schaffen. Nebenbei entstehen so viele Jobs.
Verbesserungen der Wärmedämmung können bis zum Jahr 2050 den Heizenergiebedarf weltweit um 40 Prozent reduzieren. Das bringt jährliche Einsparungen von 17.000 Petajoule – etwa so viel, wie die USA derzeit zum Heizen benötigen.
[01] Solarfassaden schmücken großflächig Büro- und Wohngebäude. Denn Fotovoltaikanlagen werden nicht nur konkurrenzfähiger, sondern auch optisch und in ihren Verwendungsmöglichkeiten immer vielfältiger.
[02] Sanierte Altbauten verbrauchen bis zu 80 Prozent weniger Energie – mithilfe von Wärmedämmung, Isolierfenstern und modernen Lüftungsanlagen.
[03] Sonnenkollektoren produzieren Warmwasser, zum Beispiel auch fürs benachbarte Wohnhaus.
[04] Blockheizkraftwerke wird es in allen Größen geben: in den Kellern einzelner Häuser, als zentrale Anlage für einen Gebäudekomplex oder Häuserblock. Ohne Transportverluste und mit höchster Effizienz liefern sie Strom und Wärme.
[05] Sauberer Strom für die Städte wird aber auch aus der Ferne kommen. Riesige Potenziale haben zum Beispiel Offshore-Windanlagen und Sonnenkraftwerke in Wüsten.
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Aus: So retten wir das Klima - von Wolfgang Hassenstein und Carsten Raffel (Illustrationen), greenpeace magazin 6.07, S. 77 ff
Veröffentlichung auf ökofieber mit freundlicher Genehmigung von Greenpeace e.V.
