Der Vorort der Zukunft
Solaranlagen, Blockheizkraftwerke, Windräder: „Dezentrale Energieversorgung“ ist das Zauberwort für eine klimafreundliche Zukunft. Denn es ist viel effizienter, Energie in kleinen Kraftwerken dort zu erzeugen, wo sie verbraucht wird. Noch wehren sich die Energiekonzerne gegen die Konkurrenz für ihre umweltschädlichen Großkraftwerke. Deshalb ist die „kreative Zerstörung“ der überholten Strukturen Aufgabe von Politik und Verbrauchern.
Jeder Hausbesitzer kann Pionier sein – es lohnt sich!
[01] Solarzellen werden künftig Millionen Dächer zieren – schließlich strahlt die Sonne jährlich 1000 bis 2500 Kilowattstunden auf jeden Quadratmeter. Jedes Haus gibt Strom ins Netz oder bezieht welchen, je nach Sonnenangebot und Eigenbedarf. Vor allem in Japan, Deutschland und Kalifornien boomt die Fotovoltaik bereits, angeregt durch Förderprogramme und Einspeisegesetze.
[02] Blockheizkraftwerke versorgen Siedlungen oder einzelne Häuser mit Strom und Wärme (Kraft-Wärme-Kopplung). Brennstoff ist Erdgas, Biogas oder nachhaltig gewonnenes Pflanzenöl.
[03] Sonnenkollektoren erzeugen Warmwasser und liefern Heizenergie.
[04] Passivhäuser sind zur Sonne ausgerichtet und nutzen die Energie der einfallenden Sonnenstrahlen direkt.
[05] Geothermie-Kraftwerke liefern Strom und Wärme. Zwar steckt das Anzapfen der Erdwärme in größeren Tiefen noch in den Anfängen, aber das Potenzial ist enorm. Experten erwarten, dass die Technik unter den erneuerbaren Energien eine Schlüsselrolle einnehmen wird, denn anders als bei Wind und Sonne fließt der Energiestrom gleichmäßig.
Strom aus Fotovoltaikanlagen ist voraussichtlich in zehn Jahren ohne staatliche Förderung konkurrenzfähig, Sonnenkollektoren zur Warmwassererzeugung sind es schon heute. Im Jahr 2050 kann die Sonne rund ein Zehntel des globalen Energiebedarfs wirtschaftlich decken.
Aus: So retten wir das Klima - von Wolfgang Hassenstein und Carsten Raffel (Illustrationen), greenpeace magazin 6.07, S. 77 ff
Veröffentlichung auf ökofieber mit freundlicher Genehmigung von Greenpeace e.V.

ich habe energiesparmaßnahmen in der küche gebraucht und sie war spitze
