CO2 & Co
Der sogenannte Treibhauseffekt ist eine Art Wärmestau in der Atmosphäre. Was
kaum jemand weiß: Er macht unseren Planeten erst wohnlich. Denn würden nicht
natürliche Treibhausgase einen Teil der von der Erde zurückstrahlenden Wärme
"einfangen", wäre es auf der Erdoberfläche 33 Grad kälter. Das Problem: Wir
Menschen wirbeln dieses fein austarierte Gleichgewicht kräftig durcheinander,
indem wir immer mehr Treibhausgase freisetzen. Woher stammen sie?
Kohle zieht mit Öl als Klimakiller schon heute gleich und könnte bald die Nummer eins sein. Denn bei der Verbrennung wird besonders viel CO2 frei. Noch dreckiger als Steinkohle ist die vor allem in Deutschland genutzte Braunkohle. Beide Rohstoffe reichen theoretisch noch mehrere hundert Jahre – für das Erdklima wäre die ungebremste Nutzung der Super-GAU.
Auch Methan, Lachgas und verschiedene Industriegase sind wichtige Treibhausgase. Methan entsteht vor allem in der Massentierhaltung und beim Reisanbau, zudem könnte das Schmelzen der Permafrostböden riesige Mengen freisetzen. Lachgas stammt größtenteils aus der Landwirtschaft sowie aus Kraftwerken und Autoabgasen.
Info: Seit Beginn der Industrialisierung ist der CO2-Anteil in der Atmosphäre bereits um ein Drittel geklettert. Damit die Erde sich nicht um mehr als zwei Grad Celsius erwärmt, müssen wir den CO2-Ausstoß verringern – sofort!
Aus: So retten wir das Klima - von Wolfgang Hassenstein und Carsten Raffel (Illustrationen), greenpeace magazin 6.07, S. 77 ff
Veröffentlichung auf ökofieber mit freundlicher Genehmigung von Greenpeace e.V.
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