Der Laubsauger-Terror hat einen Namen
Der "neue Star im Herbst" ist es, der künftig für noch größere Lärmbelästigung bei Laubräumarbeiten sorgen wird - zumindest in Heilbronn.
Zwei Tage nach unserem Artikel Terror mit Laubsauger und Laubbläser fanden wir in der Heilbronner Stimme einen erklärenden Artikel zu der von uns kritisierten Höllenmaschine. Die Worte darin könnten wirklich von Tim Taylor, dem Heimwerkerkönig aus der Serie "Hör mal, wer da hämmert" stammen:
Irgendwie fast schon liebevoll werden die Vorteile der "brachialen Maschine" mit dem Namen C 590 Super 8 angepriesen - der "neue Star" des städtischen Bauhofs. Der "Elefant" mit seinem "fünf Meter langen Rüssel", der schon durch seine "bloße Erscheinung Eindruck" schindet, kann sogar leere Flaschen aufsaugen. Mit seinem "unstillbare(n) Laubhunger" ist der "Schlürfprotz", der von einem "Elefantenführer" gesteuert wird, "zehnmal so schnell wie mit dem Rechen in der Hand". Das ihn ein "infernalischer Krach" begleitet, nimmt man dafür scheinbar gerne in Kauf. Denn wo das 50.000 Euro teure Ungetüm auftaucht, wird "alles so sauber". Das allerdings können wir nicht unbedingt bestätigen - so zeigt das Foto (entstand ca. 10 Minuten nachdem die Maschine die Arbeit an der unteren Straßenhälfte beendet hatte), dass zwar keine großen Laubhaufen (und auch keine leeren Flaschen) mehr zu sehen sind, es liegt aber immer noch ordentlich Laub herum.
Warum die Neuanschaffung? Wegen des immer größeren Laubaufkommens durch immer älter und größer werdende Bäume, so heißt es. Na immerhin mal etwas positives.
Aber: Egal was für eine Arbeitserleichterung das Gerät auch sein mag - der mögliche Nutzen rechtfertigt den Lärm unserer Meinung nach in keinster Weise. Wir bleiben dabei: mit Muskelkraft und Rechen arbeitet es sich wesentlich umweltfreundlicher und gesünder...
