Operation "Selbst gemachte Bio-Kekse" 1/3
Lohnt es sich finanziell und ökologisch, Kekse selbst zu machen? Sind selbst gemachte Bio-Kekse eine Alternative zu Industriekeksen aus dem Supermarkt? Wir haben's ausprobiert...
Bio-Kekse backen statt Sonne tanken
Samstag Nachmittag, schönstes Spätsommerwetter – seit langer Zeit mal wieder – und wir beschließen spontan ein seit langem geplantes Projekt zu starten: Bio-Kekse selbst backen (statt draußen in der Sonne liegen). Mit den Zielen a) Verpackungsmüll zu vermeiden und b) eigene Bioprodukte zu erzeugen (statt Industriekekse von potentiell rücksichtslosen Konzernen zu essen). Lohnt es sich finanziell und ökologisch, Bio-Kekse selbst zu machen? Sind selbst gemachte Bio-Kekse eine Alternative zu Industriekeksen aus dem Supermarkt?
Die Zutaten: zum Großteil Bio
Also kramen wir das Rezept für Haferflockenkekse von Christians Mutter hervor und suchen uns bei chefkoch.de außerdem noch ein Rezept für Heidesand–Kekse, die aussehen wir Marmorkuchen und die wir in unserem Harzurlaub kennen und lieben gelernt haben.
Als Zutaten verwenden wir, soweit möglich, Bioprodukte. Einzig Puderzucker und gehackte Mandeln konnten wir auf die Schnelle nirgends als Bioversion auftreiben.
Stromkosten ermitteln: wissenschaftlich korrekt
Voller Euphorie beginnen wir damit, den Teig für die beiden Bio-Kekssorten herzustellen – was zu Christians Überraschung sogar Spaß macht. Jetzt wissen wir endlich, wie man so ein Mamormuster in einen Keks bekommt - ist gar nicht so schwer ;-) Zum Rühren des Teigs verwenden wir ein elektrisches Rührgerät – und messen dabei den Stromverbrauch, um später die Kekskosten berechnen zu können.
Wir formen zunächst alle Bio-Kekse. Dann stellen wir sicher, dass in unserer Wohnung sämtliche Stromverbraucher (auch das Licht) ausgeschaltet und vom Netz getrennt werden. Sogar die kleine Telefonanlage wird vorübergehend stillgelegt – kann uns halt mal 2 Stunden niemand anrufen. Einzig der Kühlschrank darf an bleiben – kommt allerdings an ein Stromkosten-Messgerät. Dann geht’s ab in den Keller, wo unser Stromzähler hängt. Aktuellen Zählerstand aufschreiben und wieder zurück nach oben und den Ofen einschalten. Nach dem Backen der Bio-Kekse notieren wir uns dann den neuen Zählerstand und bilden die Differenz. Davon ziehen wir noch den gemessenen Stromverbrauch des Kühlschranks ab, damit dieser nicht in die Berechnung der Bio-Kekskosten einfließt – also alles wissenschaftlich korrekt.
Seite 1 | Seite 2 | Seite 3 | Zurück zur Übersicht

